Zur Notwendigkeit der Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos

Sicherlich haben viele von Ihnen der Presse entnommen, dass die Stadt sich zum Kauf eines neuen Löschfahrzeuges für unsere Feuerwehr entschieden hat. Diese Entscheidung war - trotz der momentanen Finanzlage - zwingend notwendig und erfolgte keineswegs leichtfertig. Tatsache ist, dass wir eine Stützpunktfeuerwehr sind. Diese sind wir jedoch nicht im Interesse umliegender Gemeinden, auch wenn wir freilich Hilfe leisten, wir sind dieses vor allem im überwiegenden eigenen Interesse. Es geht um uns. Es geht um Sie. Wenn etwas passiert, ist jeder froh, tags wie nachts auf eine einsatzfähige Feuerwehr zurückgreifen zu können. Aber auch Baugenehmigungen und Investitionen hängen vom gesicherten Brandschutz ab. Die Stadt hätte beispielsweise die Seniorenresidenz in der Schmiedehäuser Straße nicht bauen können, wenn wir nicht den entsprechenden Brandschutz hätten vorhalten können. Zudem wären wir auf Hilfe aus anderen

Städten angewiesen, die ebenfalls mit erheblichen Kosten für die jeweiligen Einsätze verbunden wären. Wir haben eine freiwillige Feuerwehr, Männer und Frauen, die freiwillig Leib und Leben für uns riskieren und Tag wie Nacht einsatzbereit sind. Sie verdienen unsere Hochachtung und sie erfüllen eine Pflichtaufgabe der Stadt. Als Stadt sind wir nämlich verpflichtet, den Brandschutz zu gewährleisten, sind aber gleichzeitig auf unsere freiwilligen Kameraden angewiesen. Zutreffend ist, dass erst in jüngster Vergangenheit eine kostenintensive Drehleiter angeschafft wurde. Bezüglich dessen sei auf die bisherigen Anmerkungen verwiesen und u. a. der Schutz der Dornburger Schlösser, der Seniorenresidenz Camburg, der mehrgeschossigen Wohnanlagen in Dorndorf-Steudnitz aberauch unserer Gewerbebetriebe genannt, welche nur im Falle des Falles durch die Drehleiter abgesichert werden können.

Das Tanklöschfahrzeug ist durchgerostet. Auch wenn es nach 20 Jahren von außen noch sehr passabel aussehen mag, halten die Prellbleche im Inneren des Tanks der Wucht der Wassermassen (2400 Liter) nicht mehr stand. Die Reparatur des Einsatzfahrzeuges, welches bei Feuer für uns immer zuerst ausrückt, würde laut vorläufiger Kostenschätzung EUR 80.000,00 betragen. Die tatsächlichen Reparaturkosten könnten noch steigen, wenn das Fahrzeug weitere Schäden aufweist, die sich erst im Lauf der Reparatur und Ausbau der Kammern zeigen könnten. Die Neuanschaffung kostet die Stadt aufgrund der noch gegebenen Fördermöglichkeiten EUR 135.000,00. Ob und wie lange diese Fördermöglichkeiten noch über 2013 bestehen werden, ist derzeit ungewiss. Zudem können wir unsere freiwilligen Kameraden aber auch Sie einem derartig großen, zusätzlichen Risiko nicht aussetzen. Über die vielfältigen Einsätze unserer Feuerwehr können Sie sich auch auf der Internetseite www.feuerwehr-dornburg- camburg.de informieren. Wir hoffen auf Ihr Verständnis für diese Entscheidung und die - zumindest moralische - Unterstützung unserer Kameraden und Kameradinnen. Wir brauchen sie.

 

Ihre Bürgermeisterin Dorothea Storch